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Was ist LRS oder Legasthenie?

 

Ein Kind mit einer LRS bzw. Legasthenie nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt schneller nach, wenn es auf Symbole, wie Buchstaben trifft. Da es diese durch seine differenzierte Teilleistung anders empfindet als nicht LRS-Kinder, ergeben sich hier Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/ oder Schreibens. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Man spricht von einer Legasthenie, wenn die Lernprobleme genbedingt sind. Diese sind oft vererbt und sind somit in den Erbanlagen der Eltern oder früherer Generationen vorhanden.

Im Gegensatz dazu wird eine LRS erworben, diese können psychische Ursachen haben. In vielen Fällenn ist es durch das familiäre Umfeld, durch die Unterrichtsmethoden, durch Lerndefizite oder einer Minderbegabung bedingt. Es kann jedoch auch zu Lernproblemen kommen, wenn es während der Schwangerschaft, des Geburtsvorgangs oder in den ersten Säuglingsmonaten zu Komplikationen oder Schwierigkeiten gekommen ist. Aufgrund dieser Vorkommnisse kann es zu Sprachentwicklungsstörungen, Unaufmerksamkeit und/oder Verhaltensstörungen kommen.

 

Was ist eine Teilleistungsstörung?

 

Man spricht von einer Teilleistungsstörung, wenn Kinder, die eine LRS haben nur im Bereich Lesen und Schreiben schlechte Leistungen zeigen, in anderen Fächern jedoch nicht.

Es handelt sich bei der LRS um ein Problem normalbegabter zum Teil auch hochbegabter Kinder, die trotz ausreichender Beschulung, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erwartenden Lese- und Schreibfähigkeiten nicht erworben haben. Dies macht sie zu einer Randgruppe, weil in unserem gesellschaftlichen und sozialen Umfeld bei einer mangelnden Rechtschreibffähigkeitt fälschlicher Weise auf mangelnde Intelligenz geschlossen wird.

Die Kinder, die von einer Lernschwäche betroffen sind, sind sich ihrer Defizite durchaus bewusst und versuchen ihre Schwächen durch Vermeidungsstrategien zu verbergen. Dies kann zu sozial-emotionalen Verhaltensstörungen führen.

 

Welche Anzeichen für Legasthenie gibt es im Vorschulalter?

 

  • Das Erlernen des Klarsprechens erfolgt später, als erwartet.
  • Satzteile werden vermischt oder verwechselt
  • Das Kind spricht schneller als es handelt
  • Durcheinanderbringen von richtungsweisenden Wörtern.
  • z. B. hinauf/hinunter, innen/aussen
  • Krabbelt nicht oder nur wenig
  • Probleme bestimmte Reihenfolgen einzuhalten.
  • z. B. farbige Steine aneinanderreihen
  • Verwendung von ähnlichen Wörtern bzw. Ersatzwörtern
  • Probleme beim Erlernen von Kinderliedern
  • Probleme beim Reimen
  • Probleme beim Herausfinden eines nicht passenden Wortes

Welche Anzeichen für Legasthenie gibt es bei Kindern von 9 bis 12 Jahren?

 

  • Fortlaufende Fehler beim Lesen
  • Fehlen des Leseverständnisses
  • Sonderbare Aussprache, Buchstaben werden ausgelassen oder
  • in die falsche Reihenfolge gebracht
  • Für Schreibarbeiten (Texte schreiben bzw. abschreiben) wird
  • eine überdurchschnittlich lange Zeit benötigt
  • Desorganisation zu Hause und in der Schule
  • Probleme beim Aufschreiben von mündlichen Anweisungen
  • Wachsender Mangel an Selbstvertrauen und wachsende
  • Frustration

 

Welche Anzeichen für Legasthenie gibt es bei Kindern unter/mit 9 Jahren?

 

  • Grosse Schwierigkeiten beim Lernen des Lesens und Schreibens
  • Ständiges und fortlaufendes Vertauschen von Buchstaben (b&d)
  • Probleme beim Unterscheiden von rechts und links
  • Schwierigkeiten beim Erlernen des Alphabets, im Erinnern von
  • Reihenfolgen (Wochentage, Jahreszeiten, etc.)
  • Frustration im Fach Deutsch, das zu Verhaltensproblemen führen kann